Schulterprothese

Spezialisierte Behandlung durch Dr. Stéphane Vasseur

Indikationen

Die chirurgische Behandlung im Rahmen der Schulterarthrose besteht in der Implantation einer Gelenkprothese. Das Prinzip dieser chirurgischen Intervention ist, die beschädigten Knochen- und Knorpelstrukturen durch in den Knochen fixierte prothetische Implantate zu ersetzen.

Wann eine chirurgische Intervention durchführen?

  • Bei anhaltenden Schmerzen, die durch verschiedene konservative Behandlungen nicht beruhigt werden (Analgetika, Physiotherapie, Infiltration…)
  • Bei funktionellen Beschwerden, Gelenkblockierung und Autonomieverlust (Nutzung des betroffenen Arms)

Für weitere Informationen zur Pathologie: Schulterarthrose - Vollständige Pathologie

Prinzip und Arten von Prothesen

Es gibt zwei Haupttypen von Schultergelenkprothesen, die darauf abzielen, die Gelenkfunktion und -mobilität wiederherzustellen.

Anatomische Prothese

Die sogenannten anatomischen Prothesen werden die physiologische Anatomie der Schulter mit einem konvexen prothetischen Stück auf Höhe des Humeruskopfs und einem konkaven Stück auf Höhe des Glenoids der Skapula bewahren.

Diese Prothese ist indiziert für zentrierte Arthrose mit intakter Rotatorenmanschette. Erhaltene Morphologie (konvexer Humeruskopf / konkaves Glenoid). Möglichkeiten ohne Stiel oder kurzer Stiel zur Knochenschonung; Materialien (Pyrokohlenstoff) zur Begrenzung des Glenoidverschleißes.

Inverse Prothese

Umgekehrt modifizieren die sogenannten inversen Prothesen die physiologische Anatomie mit der Platzierung eines konkaven prothetischen Stücks auf Höhe des Humeruskopfs und eines konvexen Stücks auf Höhe des Glenoids der Skapula.

Diese Prothese ist indiziert für exzentrierte Arthrose mit Rotatorenmanschetten-Ruptur. Umkehrung der Biomechanik (konvexes Glenoid / konkaves Humerus) zur Mobilisation der Schulter dank des Deltamuskels.

Hemi-Prothese

Spezifischere Indikationen je nach Läsionen und Knochenqualität.

Die Wahl des Prothesentyps (anatomisch/invers) wird je nach präoperativer Bewertung (Arthro-CT oder Arthro-MRT) getroffen, hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich assoziierter Rotatorenmanschetten-Läsionen, der Bedeutung der Gelenkdeformationen insbesondere des Glenoids der Skapula, möglicher Gelenksubluxationen…

Die computergestützte präoperative Planung wird helfen, die optimale Platzierung der prothetischen Implantate für das bestmögliche funktionelle Ergebnis zu erreichen.

Planung und Bildgebung

Arthro-CT oder Arthro-MRT ergänzt das Röntgen, um frühe/lokalisierte Stadien zu bestätigen, die Rotatorenmanschette und den Knochenbestand zu bewerten und den Typ/die Positionierung der Implantate (humeral und glenoidal) zu planen.

Die computergestützte präoperative Planung wird helfen, die optimale Platzierung der prothetischen Implantate für das bestmögliche funktionelle Ergebnis zu erreichen.

Diese Untersuchung ermöglicht insbesondere:

  • Erkennung von Chondropathieläsionen in wenig fortgeschrittenen Stadien
  • Erkennung von Polverschleißläsionen, insbesondere posterior oder anterior
  • Zuverlässige Schätzung der möglichen Deformation des Humeruskopfs
  • Bewertung des Knochenbestands, insbesondere auf Höhe des Glenoids der Skapula und des Humeruskopfs (wesentliches Element vor der Implantation einer Gelenkprothese)
  • Bewertung der Sehnen der Rotatorenmanschette mit im Falle einer Ruptur Schätzung der Muskelatrophie, der Amyotrophie und der Bedeutung der Retraktion
  • Stadieneinteilung des Chondropathiegrads (Stadium I bis IV) und der möglichen Arthrose

Verlauf und Rehabilitation

  • Komfortimmobilisierung 2–4 Wochen
  • Stufenweise Mobilisation, Kräftigung ab 6–8 Wochen
  • Besserung von Schmerz und Funktion über 3–6 Monate

Risiken

  • Steifigkeit, Luxation (v. a. invers), Infektion (selten)
  • Spätlockerung

In der Praxis

  • Hospitalisierung: 1–3 Tage
  • Anästhesie: Allgemein + regional
  • Immobilisation: 30–45 Tage
  • Physiotherapie: 4–6 Monate