Physiotherapie für Subakromiales Impingement

Hintergrundbehandlung und Selbst-Physiotherapie

Die Physiotherapie

Die Physiotherapie hat eine grundlegende Rolle in der Hintergrundbehandlung des subakromialen Impingements, sei es präoperativ oder nach einem chirurgischen Eingriff.

Chronische Schulterschmerzen neigen dazu, diffuse Muskelkontrakturen der peri-skapulären Muskeln zu schaffen, insbesondere auf Kosten des Trapezius, des großen Rückenmuskels, des kleinen Brustmuskels, aber auch des kleinen und großen Rundmuskels.

Diese chronischen Muskelkontrakturen können am Ursprung einer schädlichen Schulterposition sein mit einer Tendenz meist zu einer nach vorne und oben verschobenen Schulter.

Es handelt sich daher um einen echten Teufelskreis, da die pseudo-analgetische Position der Schulter (selbst mit den Schmerzen des subakromialen Impingements verbunden) dieses gleiche subakromiale Impingement stimulieren und aufrechterhalten wird.

Das Ziel der Physiotherapie wird daher sein, aus diesem schmerzhaften und entzündlichen Teufelskreis herauszukommen, um eine gute Schulterpositionierung zu finden und somit die abnormale Reibung der Sehnen gegen die tiefe Fläche des Akromions zu stoppen.

Das Hauptziel der Physiotherapie wird die Arbeit der Schulterzentrierung sein.

Gleichzeitig wird es grundlegend sein, das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Schultermuskeln zu arbeiten, das Ziel ist, eine Koordination und muskuläre und motorische Synchronisation zu finden, die harmonische Bewegungen während Armelevationsbewegungen ermöglichen wird.

Zu beachten ist, dass es sich um eine langfristige Arbeit handelt, für die Geduld notwendig sein wird, tatsächlich handelt es sich meist um ein chronisches Problem, die Physiotherapie wird auch über mehrere Monate durchgeführt werden müssen.

Die Selbst-Physiotherapie

Die Selbst-Physiotherapie entspricht der Gesamtheit der aktiven oder passiven Mobilisationsaktivitäten, die der Patient selbst außerhalb der konventionellen Physiotherapiesitzungen durchführen kann.

Das Ziel ist keineswegs, die klassische Physiotherapie zu ersetzen, sondern es handelt sich um eine grundlegende Ergänzung für die Wiederherstellung der Schulterfunktion im Rahmen des subakromialen Impingements, sei es präoperativ oder nach einem chirurgischen Eingriff.

Grundlegende Prinzipien

Arbeit ohne Schmerzen

Das ist ein entscheidendes Element. Die Physiotherapie-Arbeit der Schulter muss mit einer quasi-totalen Schmerzfreiheit durchgeführt werden. Bei Schmerzen während einer Übung muss die durchgeführte Übung gestoppt werden, eine andere Übung versuchen, die weniger schmerzproduzierend sein wird, oder die Übung nach einigen Stunden erneut versuchen.

Sehr regelmäßige Arbeit

Man empfiehlt meist, mindestens 5 Minuten 5 Mal täglich jeden Tag zu arbeiten. Es ist tatsächlich wichtig, Übungen von kurzer Dauer, aber mehrmals täglich durchzuführen, um das Auftreten schmerzhafter Phänomene zu vermeiden und unter den besten Bedingungen voranzukommen.

Arbeit unter Anleitung des Physiotherapeuten

Zögern Sie nicht, den Physiotherapeuten um Übungen zu bitten, die zu Hause durchgeführt werden sollen, aber auch mit ihm die korrekte Ausführung dieser Bewegungen zu bestätigen. Der Physiotherapeut muss zeigen, erklären und kontrollieren, dass die Übungen korrekt und ohne Schmerzen durchgeführt werden.

Passive oder aktiv-unterstützte Mobilisationsübungen

Das Pendel

Nach vorne gebeugt lässt man den operierten (oder pathologischen) Arm in vertikaler Position und führt dann leichte kreisförmige Bewegungen aus. Das Ziel ist die Entspannung der verschiedenen Muskeln um die Schulter, insbesondere des Trapezius, des großen Rückenmuskels und des kleinen Brustmuskels. Es hat strikt kein Interesse, weite Bewegungen oder große Kreise durchzuführen.

Die Auto-Elevation des Arms

In liegender Position ergreift man die Hand oder das Handgelenk der operierten Seite mit der anderen Hand und führt dann Elevationsbewegungen der Hand und des Arms aus, zunächst vertikal und dann progressiv, indem man versucht, hinter den Kopf zu gelangen. Jenseits von 100° Elevation wird das Gewicht des Arms die Elevation über den Kopf helfen.

Mobilisation Nacken/Schulter

Es handelt sich um aktive Mobilisation sowohl auf zervikaler Ebene als auch auf Schulterebene. Für die zervikale Mobilisation wird der Kopf langsam von links nach rechts und von oben nach unten gedreht, um die para-zervikalen Muskeln sowie den Trapezius zu entspannen.

Aktive Arbeit der Schulterzentrierung

Zieh- oder Druckübungen zwischen den Schulterblättern

Man verwendet ein weiches elastisches Band mit niedrigem Widerstand, das an einem festen Punkt (zum Beispiel einem Türgriff) befestigt wird. Das Ziel wird sein, Traktionen auf diesem elastischen Band mit beiden Armen gleichzeitig durchzuführen. Die Arbeit wird im Wesentlichen auf die Muskeln zwischen den Schulterblättern zentriert sein, der Rücken muss gut gerade gehalten werden.

Arbeit der Außenrotation

Immer mit einem elastischen Band mit niedrigem Widerstand, das an einem festen Punkt befestigt wird, positioniert man sich seitlich relativ zum festen Punkt. Man ergreift das elastische Band in der Hand der operierten Seite und führt dann Außenrotationsbewegungen aus, wobei der Ellbogen am Körper bleibt.

Kampf gegen schädliche Positionen und Selbstmassage

Abnormale Schulterpositionen müssen vermieden werden, meist mit der Schulter nach oben und vorne verschoben. Arbeit der Öffnung des Brustkorbs und der skapulären Kette. Die Verwendung eines Selbstmassage-Rollers kann eine Entspannung ermöglichen, insbesondere auf der Ebene des großen Rückenmuskels hinter der Schulter, aber auch Tennisball-ähnliche Bälle für Selbstmassage des kleinen Brustmuskels vorne.