Physiotherapie nach Rotatorenmanschetten-Reparatur
Postoperatives Rehabilitationsprogramm und Selbst-Physiotherapie
Die postoperative Physiotherapie
Die Physiotherapie ist ein grundlegendes Element der funktionellen Erholung nach Rotatorenmanschetten-Reparatur. Diese Physiotherapie muss sich progressiv an die Sehnenheilung am Knochenkontakt nach drei definierten Phasen anpassen.
Die Dauer der Physiotherapie ist lang, da ein Minimum von 5 bis 6 Monaten für eine funktionelle Erholung gerechnet werden muss.
Die drei Phasen der Rehabilitation
Phase 1: Passive Mobilisation
T0 bis T45
- Immobilisation durch Abduktionskissen 24/7
- Nur strenge passive Mobilisation
- Wiedererlangung der Gelenkflexibilität
- Muskelentspannung
- Sofortiger Stopp bei Schmerzen
Phase 2: Aktive Mobilisation
T45 bis M3
- Stopp des Abduktionskissens
- Aktive Mobilisation ohne Widerstand
- Arbeit gegen die Schwerkraft
- Peri-skapuläre Muskelentspannung
- Keine Arbeit in Kraft
Phase 3: Krafttraining
M3 bis M6
- Progressive Arbeit gegen Widerstand
- Schulterzentrierung
- Kampf gegen Elevation
- Arbeit vor Spiegel
- Skapuläre Stabilisierung
Selbst-Physiotherapie
Die Selbst-Physiotherapie entspricht der Gesamtheit der Übungen, die zu Hause vom Patienten selbst durchgeführt werden. Sie ist grundlegend für den funktionellen Erfolg der Rotatorenmanschetten-Reparatur, tatsächlich ist die Arbeit im Physiotherapie-Büro nicht ausreichend, um eine gute Erholung in Betracht zu ziehen.
Es ist daher notwendig, Übungen täglich zu Hause mit einem Minimum von 5 Minuten, 5 Mal täglich durchzuführen. Diese Übungen zu Hause werden von den Physiotherapeuten gezeigt, erklärt und überprüft, um sicherzustellen, dass sie optimal durchgeführt werden.
Übungen nach Phasen
Phase 1: Passive Arbeit
T0 bis T45
- Das Pendel: Nach vorne gebeugt lässt man den operierten Arm in vertikaler Position und führt dann leichte kreisförmige Bewegungen aus, um die Muskeln um die Schulter zu entspannen.
- Zervikale Mobilisation: Den Kopf langsam von links nach rechts und von oben nach unten drehen, um die para-zervikalen Muskeln und den Trapezius zu entspannen.
- Schultermobilisation: Die Schultern nach oben, nach unten, nach vorne und nach hinten heben, mit beiden Schultern gleichzeitig.
Phase 2: Aktive Arbeit ohne Widerstand
T45 bis M3
- Auto-Elevation des Arms: In liegender Position die Hand der operierten Seite mit der anderen Hand greifen und progressive Elevationsbewegungen ausführen.
- Arbeit mit elastischem Band: Verwendung eines elastischen Bands mit geringem Widerstand für Elevations- und Rotationsbewegungen.
- Flexibilität und Entspannung haben Vorrang vor Kraft und Verriegelung.
Phase 3: Progressives Krafttraining
M3 bis M6
- Arbeit vor einem Spiegel: Zur Schulterzentrierung und Korrektur von Reflex-Dezentrierungen.
- Arbeit mit elastischen Bändern: Zur Kräftigung der externen Rotatoren und Stabilisierung der Schulter.
- Ziehübungen: Zwischen den Schulterblättern zur Kräftigung der Stabilisierungsmuskeln.
- Kampf gegen Elevation: Arbeit zur Vermeidung von Reflex-Schulterelevationsbewegungen.
Grundlegende Prinzipien
Arbeit ohne Schmerzen
Dies ist ein entscheidendes Element. Bei Schmerzen während einer Übung muss die durchgeführte Übung gestoppt und eine andere Übung versucht werden, die weniger schmerzverursachend ist.
Sehr regelmäßige Arbeit
Minimum 5 Minuten 5 Mal täglich jeden Tag. Es ist wichtig, kurze Übungen durchzuführen, aber mehrmals täglich.
Arbeit unter Anleitung des Physiotherapeuten
Zögern Sie nicht, den Physiotherapeuten nach Übungen zu fragen, die zu Hause durchgeführt werden können, und bestätigen Sie mit ihm die korrekte Durchführung der Bewegungen.